Samstag, 21. April 2018

Adiós Argentina - Hola Chile!

Die letzten beiden Tage waren für uns quasi Reisetage. Vorgestern ging unser Bus um 11 Uhr von El Chaltén zurück nach El Calafate.



3 Stunden später waren wir dort. Da unser Hostel die Weiterfahrt für uns organisiert hatte mussten wir uns hier auch um nix mehr kümmern und konnten gleich zu unserer Unterkunft gehen. Danach gaben wir nur noch unsere Wäsche ab und kauften ein bisschen was für die kommenden Tage ein. Die restliche Zeit verbrachten wir entspannt mit Serie schauen.
Gestern haben wir ausgeschlafen, zumindest solange, dass wir noch frühstücken konnten. Danach hatten wir ganz schön zu tun noch rechtzeitig auszuchecken 😂 Da wir noch bis 15:30 Uhr Zeit hatten schauten wir wieder Serie. Zwischendurch holten wir noch unsere Wäsche und machten uns um halb vier auf den Weg zum Busbahnhof. Der Bus fuhr pünktlich los und auch am Grenzübergang lief alles reibungslos (diesmal hatten wir auch kein Obst dabei 🙈😂). Wir kamen auch pünktlich in Puerto Natales an.





Uns ist nicht langweilig auf Busfahrten - Neein! 😂

Wir holten uns gegenüber vom Busbahnhof eine leckere Pizza und machten uns dann auf den Weg zur Unterkunft. Dort gingen wir eigentlich nur noch schlafen.



Heute schliefen wir wieder aus und warteten danach zwei Stunden darauf, dass das Frühstück aufgefüllt wurde 😣😠 es war aber niemand auffindbar. Stunden später wurde der Herr schlafend im Bett gefunden 😒
Wir machten uns auf den Weg in die Stadt, holten Geld und liehen uns Campingsachen für unsere bevorstehende mehrtägige Wanderung im Torres del Paine - Nationalpark, gingen dafür einkaufen und liefen zum Busbahnhof, um diverse Bustickets zu organisieren. Es lief alles reibungslos! Bis auf das hässliche Wetter 😅🌧🌪 Aber man kann ja auch nicht immer nur Sonnenschein haben 😊



Wir packten unsere Rucksäcke für die nächsten Tage und brachten das restliche Gepäck, welches wir nicht brauchen, zu der Unterkunft, in der wir bei unserer Rückkehr übernachten. Dort haben wir zwei Schließfächer bekommen, in die wir die Sachen einsperren können.
Jetzt werden wir noch etwas zu Essen machen, entspannen und früh schlafen gehen. Der Wecker klingelt um 05:30 Uhr 🤤 und dann sind wir für 4 Tage offline. 😊

Donnerstag, 19. April 2018

El Chaltén - Wanderung zum Fitz Roy

Heute sind wir wieder zeitig aufgestaden, frühstückten, packten unseren Wanderrucksack und machten uns bei rosa Wolken gemeinsam mit Daniela und Jonathan auf den Weg.



Unser Ziel war die "Laguna de los tres" am Fuße des Fitz Roy. Es war super windig, um nicht zu sagen stürmig und wir mussten uns erstmal einige Kilometer quer durch das Dorf kämpfen bis wir am Startpunkt der Wanderung ankamen.
Von dort aus ging es ca. 2 Kilometer gemächlich bergauf. Die meiste Zeit liefen wir durch Wälder mit wunderschönen rot-orangenen Bäumen. Aber ab und zu konnten wir schon Blicke auf die wunderschöne Aussicht werfen. Der Fitz Roy allerdings versteckte sich, wie auch gestern schon, hinter den Wolken.




Nach ca. 2 Kilometern kamen wir am ersten Aussichtspunkt an. Hier konnten wir ein wunderschönes Tal überblicken! Wir finden, dass man in der wunderschönen Landschaft Patagoniens sehr gut einen Film drehen könnte.😊







Von nun an ging es relativ eben weiter. Ab und an ein Hügel oder die ein oder andere Stufe, aber allgemein sehr eben. Es ging über Felder und Wiesen und hauptsächlich durch Wälder. Das gute war auch, dass wir durch die Bäume sehr gut vor dem eisigen Wind geschützt waren.






Kurz nach dem 3. Kilometer gab es eine Kreuzung, hier kann man entweder den Weg über einen weiteren Aussichtspunkt nehmen oder entlang des "Capri-Sees". Wir entschieden uns für letzteren. Der See mit seinem Panorama, mitten im Wald war auch sehr schön.






Hier gab es auch ein Camp, in welchem man zelten kann. Die beiden Wege trafen sich so ca. beim 4,5. Kilometer wieder. Immer wieder kamen wir auch an Sumpflandschaften vorbei oder mussten einen Bach überqueren. Hierzu gab es Brücken, die stellenweise aus halben Baumstämmen gefertigt waren und kein Geländer hatten. Das war besonders aufregend, wenn man urplötzlich von einer Windböe erfasst wurde und zu tun hatte an einem Fleck stehen zu bleiben. 😅 Zum Glück ist keiner von uns ins Wasser gefallen!







Wir liefen gemütlich weiter. Ab und zu nieselte es, ab und zu schien die Sonne, aber wir wurden immer von diesem heftigen Wind begleitet.








So liefen wir weiter bis zum Kilometer 8. Hier gab es eine Holzvorrichtung zum Unterstellen. Ab hier ging dann auch der richtige Anstieg los. Über Geröll, Steine und Stufen ging es sehr steil bergauf. Wir liefen in einer Art Flussbett, es lief auch die ganze Zeit Wasser herunter. Aber zum Glück nicht sehr viel und unsere Wanderschuhe packten das mit links. Je höher wir kamen, desto mehr Schnee lag, bzw da so viele Menschen entlang liefen, eher Schneematsch. Außerdem fing es an stark zu regnen und durch den heftigen Wind waren unsere Hosen ruck zuck klitschnass. Stellenweise kam uns der Regen/Schnee/Hagel im 90°Winkel ins Gesicht. Nachdem wir den ersten langen Anstieg geschafft hatten folgte ein kürzerer, allerdings nur noch auf Geröll.



Als wir diesen dann geschafft hatten sahen wir die Lagune!😊 Das Wasser war wunderschön türkis und wir konnten gegenüber einen Gletscher sehen. Mehr hatte der Ort bei dem Wetter leider nicht zu bieten 😐 Der Fitz Roy war total in den Wolken verhangen und auch die Aussicht nach unten war von Wolken getrübt. Außerdem regnete es und es blies ein Wind, das kann man gar nicht beschreiben. Es war furchtbar kalt. Eigentlich wollten wir oben etwas essen, entschieden uns allerdings dagegen. Wir machten nur schnell einige Fotos und machten uns sofort an den Abstieg.






Der hatte es auch echt in sich. Der Schneematsch zusammen mit dem Steingeröll ergaben eine einzige Rutschpartie!
Auch der steilere Teil, der zwar an für sich festeren Boden beinhaltete, war durch den Schneematsch furchtbar glatt!
Wir waren heilfroh als wir an der Unterstellung ankamen. Hier aßen wir unsere Brote, allerdings waren unsere Finger so steif gefroren, dass wir gar nichts richtig anfassen konnten, weil wir einfach keine Kraft mehr darin hatten.
Wir gingen schnell weiter. Hier trennten wir uns auch, weil Daniela Schwierigkeiten mit ihrem Knie hatte und die beiden nicht wollten, dass wir dauernd auf sie warten müssen. Wir liefen also von hier deutlich schneller, um warm zu bleiben.
Rückzu ließ auch der Regen etwas nach und unsere Hosen fingen an zu trocknen.
Diesmal nahmen wir den Weg über den Aussichtspunkt, allerdings sah man so gut wie nix, da sich der Fitz Roy, den man eigentlich sehen sollte, versteckte.




Auf den letzten Kilometern bergab fingen auch unsere Knie ein wenig an zu schmerzen und wir "joggten" runter, da es sich für uns besser anfühlte. Als wir unten ankamen waren wir einfach nur stolz die Wanderung bei diesen Bedingungen geschafft zu haben! Knapp 9 Stunden waren wir unterwegs!




Jetzt hieß es nur noch durch das Dorf zurück und noch etwas Essbares besorgen. Zurück im Hostel gab es erstmal eine heiße Dusche! 😍😎
Ein Blick auf meinen Schrittzähler verriet uns das wir heute ganze 47000 Schritte und 30 Kilometer geschafft hatten!😎 Jetzt sind wir aber auch k.o.
Mit unseren zwei Freunden (sie kamen ca eine halbe Stunde/Stunde nach uns) spielten wir noch "Shithead" (das Spiel welches wir in Südafrika gelernt hatten) und ließen mit einem Bier den Abend ausklingen.

Dienstag, 17. April 2018

El Chaltén - Mirador de los Condores

Heute Morgen klingelte mein Wecker wieder früh. Ich hatte ein Skype-Date mit meiner Mami und meiner Schwester 😍 Zum Glück hatten wir unser Zimmer bis dahin alleine, so konnte ich einfach im Bett liegen bleiben 😁
Danach hab ich auch direkt noch ein bisschen geschlafen, bis dann um halb 9 zwei Deutsche einzogen - die sind aber auch überall 😂 Wir mussten uns dann erstmal dünne machen, wahnsinn wie man sich ausbreitet, wenn man den Platz hat 🙈
Als wir dann einen ersten Blick aus dem Fenster warfen konnten wir unseren Augen kaum trauen - es lag tatsächlich Schnee!⛄ Eigentlich war für heute den ganzen Tag Regen gemeldet, deshalb wollten wir heute noch ein bisschen entspannen und uns um die Weiterfahrt kümmern. Nun scheinte allerdings die Sonne 😊
Wir frühstückten erstmal und gingen zum Busbahnhof. Bei unserer Weiterfahrt mussten wir wieder einmal etwas umplanen, aber egal 😊
Gegen Mittag wanderten wir dann auf den Nahe gelegenen "Mirador de los Condores", zusammen mit Jonathan und Daniela. Der Aufstieg war nicht schwer und wir waren schnell oben. Belohnt wurden mit einem wunderschönen Blick auf El Chaltén und die umliegenden Bergketten.










Das rote ist unser Hostel

Es gibt zwei Hausberge, einmal den "Cerro Torre" und den "Cerro Fitz Roy". Den Cerro Torre konnten man gut sehen, der Fitz Roy versteckte sich allerdings in den Wolken, was aber scheinbar gang und gebe ist 😅 Er isst halt gerne Zuckerwatte 😂





Wir sahen auch zwei Anden-Kondore kreisen. Diese Vögel gehören zu den größten der Welt und sie können mehrere Stunden am Himmel gleiten ohne einmal ihre Flügel zu schlagen. Außerdem sucht sich ein Männchen nur einmal ein Leben ein Weibchen. Wenn einer von beiden stirbt, begeht der andere Suizid. Das ist einer der Gründe warum diese Vögel gefährdet sind. 😔



Auf dem Weg nach unten gab es wieder eine Schneeballschlacht 😋










Zurück im Hostel versuchten wir einen Film zu schauen, aber die Internetleitung wollte wohl nicht so wie wir. Außerdem dösten wir noch ein bisschen und machten noch ein paar Pläne für die Weiterreise 😊
Jetzt lassen wir den Abend noch ausklingen und morgen wandern wir vier dann zum "Fitz Roy", wir hoffen, dass es nicht regnet 😀