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Samstag, 19. Mai 2018

San Pedro de Atacama - Sternenhimmel

Wir hatten gestern noch einen schönen Abend mit leckerer Pizza und gutem Bier. Geendet hatte dieser mit Gitarrenmusik am Lagerfeuer. 😍





Heute haben wir den Tag damit verbracht weiter an unserem Video zu arbeiten und unsere Sachen für unsere kommende Tour umzupacken. 😊
Gegen Abend hatten wir dann sogar noch ein wenig Stress alles zu schaffen, da wir noch eine Sternbeobachtungstour gebucht hatten und auch noch Geld tauschen mussten und allerdings vorher mit dem Packen fertig werden wollten.
Robert hat uns dann noch etwas zu Essen gemacht und ich die Sachen gepackt, allerdings wurde ich von so einem Trottel, der neu ins Zimmer zog, dauernd gestört. Er schaffte es zum Beispiel nie um mich herum zu gehen, sondern stellte sich immer daneben und wartete demonstrativ bis ich zur Seite ging. Außerdem stellte er dauernd unsere Sachen woanders hin, weil er unbedingt genau in diesem Moment auspacken musste und zu guter Letzt beschwerte er sich über ALLES was irgendwie mit dem Hostel zu tun hatte. 😏 Ich wollte ihn schon fragen, ob er sich nicht bitte einfach ein anderes suchen könne...
Wir schafften es am Ende pünktlich loszulaufen und machten uns auf den Weg in die Stadt. Dort tauschten wir noch unserer Geld und waren dann natürlich, deutsch wie wir sind, viel zu früh am Treffpunkt.
Um 9 Uhr ging es dann los und wir fuhren mit einem kleinen Bus ein Stück in die Wüste. Hier waren schon Stühle und Decken parat gestellt. Außerdem gab es zwei Teleskope. Der Sternenhimmel war hier jedoch auch ohne diese fantastisch!
Wir sahen diverse Nebel - eine Art Sternenwerkstatt - hier entstehen die Sterne.
Dann sahen wir Cluster - das ist eine Art abgestorbener Nebel - hier befinden sich die "Teenagersterne"
Wir lernten den Unterschied zwischen Planeten und Sternen. Sterne blinken, weil sie angestrahlt werden - Planeten leuchten, weil sie von sich aus leuchten.
Wir sahen die Planeten Jupiter mit zwei Monden, Saturn mit seinen Ringen, und den rot leuchtenden Mars.
Wir sahen die Sternbilder Schütze, Skorpion, Waage, Jungfrau und Löwe. Außerdem das Kreuz des Südens mit dessen Hilfe man sich auf der Südhalbkugel zurechtfinden kann.
Desweiteren gab es zwei "Sternbilder", die nicht durch Sterne begrenzt sind, sondern durch sternfreie Stellen. Hier sahen wir die Schlange und das Lama.
Zwischendurch gab es einen Snack und Tee zum Aufwärmen. Der Guide musste für uns beide extra alles ins Englische übersetzen 🙈 Wir mussten ihn leider auch oft daran erinnern, bzw. hinterher rennen die gleichen Infos zu bekommen.
Aber alles in Allem war es eine sehr schöne Tour und wir haben super viel gelernt!! Und der Sternenhimmel war einfach nur wahnsinnig schön!😍🌟 Dadurch Neumond war sahen wir auch noch mehr Sterne!






Die Sternbilder werdet ihr euch in groß ansehen müssen 😉



Jetzt geht es aber schnell ins Bett, Morgen werden wir um 7 Uhr abgeholt für unsere Uyunitour!

Sonntag, 13. Mai 2018

San Pedro de Atacama – Geysirtour

Heute Morgen klingelte der Wecker unbarmherzig früh 😱 wir schnappten uns unsere Sachen und versuchten das Zimmer möglichst leise zu verlassen (gar nicht so einfach – hier macht ungefähr alles Krach). Dann warteten wir auf unseren Bus, der auch pünktlich kam. Wir sammelten noch einige andere ein und fuhren dann erstmal 1,5 Std. wobei alle noch einmal die Augen schlossen. Wach wurden wir dann allerdings, weil es auf einmal furchtbar kalt im Bus wurde. Uns wurde gesagt damit der Temperaturschock nicht zu groß wird. Ich finde ja, dass das nix hilft, wenn ich vorher schon durchgefroren bin, werde ich so schnell nicht mehr warm.
Auch merkten wir auf der Fahrt, dass uns etwas flau im Magen wurde. Unser Ziel lag schließlich auf 4300m Höhe und die waren wir wohl alle nicht gewohnt. Für Robert und mich war es das erste Mal so weit oben 😮
Als wir angekommen waren bekamen wir erstmal etwas zum Frühstück, weil wir noch warten mussten bis es etwas heller wurde. Ich hatte keinen Appetit und habe mir nur etwas eingepackt.
Anschließend gingen wir wieder raus in die Kälte -  es hatte fiese -12°C!! Jetzt sahen wir auch schon das eigentliche Ziel – die Geysire von Tatio! Von weitem noch nicht so spektakulär, aber trotzdem faszinierend. Wir fuhren mit dem Bus noch näher heran, stiegen dann aus und konnten das Naturschauspiel von Nahem bestaunen. Hier befindet sich das drittgrößte Geysirfeld der Welt und das größte auf der Südhalbkugel. An jeder Ecke rauchte es und oft konnten wir auch das Wasser spritzen sehen. Außerdem war der Boden durch die Mineralien wunderschön gefärbt. Auch der Sonnenaufgang trug seinen Teil zu der schönen Stimmung bei.
Wir waren deswegen so früh hier, weil die Aktivität der Geysire, durch die Kälte morgens am größten ist.








Geysire gibt es eigentlich immer dort, wo es viel vulkanische Aktivität gibt. Durch das Magma und die Erosionen bilden sich unterirdisch Höhlen, die sich mit Schmelzwasser füllen und sich, wenn der Druck durch Platzmangel zu groß wird ihren Weg nach draußen bahnen. Da das Wasser durch das Magma stark erhitzt wird und draußen so eine Kälte herrscht entsteht noch mehr Druck und das Wasser spritzt nach oben.







Wir liefen eine Weile zwischen den Geysiren hindurch und bewunderten das Schauspiel, waren aber auch froh, als wir wieder in den warmen Bus durften 😅 wir fuhren ein paar Minuten weiter, wo wir noch mehr Geysire zu sehen bekamen und außerdem in einem baden durften! Die ca. 30 Grad Wassertemperatur taten einfach nur gut! Zu dem kam die Sonne heraus und wärmte gleich alles mit ihrer Kraft.




Anschließend verließen wir das Feld und machten noch mehrere kleinere Stopps.

An einem Flussbett, welches im Vergleich zur umliegenden Landschaft vor Grün und Leben strotzte. Außerdem hatte man hier einen schönen Blick auf die vielen Vulkane.





Um…
…chilenische Hasen zu beobachten.



… Ruinen der Nomaden und früh sesshaften Menschen zu sehen.



…das Leben in einem kleinen Dorf kennenzulernen. Hier haben wir Lama probiert. Schmeckte ganz gut, was aber wahrscheinlich hauptsächlich der leckeren Marinade zuzuschreiben war 😋

Ich habe es gestreichelt 😍 oh Gott war das kuschelig!!!




…Fotos von dem wundervollen Panorama zu schießen.


…Lamas zu fotografieren.


… chilenische Flamingos zu beobachten.



Gegen 12 Uhr Mittag kamen wir wieder im Hostel an. Dort entspannten wir eigentlich den Rest des Tages in der Sonne und genossen die Ruhe 😊
Heute Abend ist Pizza und Bierabend – wir sind gespannt und sterben schon vor Hunger 😅😅

San Pedro de Atacama - Ankunft und Valle de la luna

Gestern Abend sind wir gut in San Pedro de Atacama angekommen. Wir sind dann allerdings nur noch zum Hostel gelaufen (auf gut über 2000m schon anstrengender als sonst 😀), haben eine Kleinigkeit eingekauft und etwas zu Essen gemacht, dann sind wir auch eigentlich schon wieder ins Bett gegangen 😁

Unser süßer Hostelhund 😍

Heute haben wir ausgeschlafen, gemütlich gefrühstückt und sind dann in die Stadt gelaufen, um uns über die angebotenen Touren und die Preise zu informieren. Wir suchten uns drei Touren aus. Die erste startete auch gleich heute Nachmittag.
In der Zwischenzeit gingen wir noch einmal einkaufen und zurück ins Hostel, um noch etwas zu Mittag zu essen.
Gegen halb 3 liefen wir wieder in die Stadt, um unsere erste Tour zu starten. Wir trafen uns vor unserer Agentur und wurden dann jedoch noch zu einer anderen gebracht, weil wir zu wenig für eine eigene Tour gewesen wären. Gemeinsam fuhren wir los Richtung „Valle de la luna“ – dem Teil der Atacamawüste, welcher Ähnlichkeiten mit der Landschaft auf dem Mond hat.
Am Eingang mussten wir noch den Eintritt für den Nationalpark bezahlen und dann fuhren wir durch eine faszinierende Mischung aus Stein- und Sandwüste 😊
Zunächst fuhren wir bis ans Ende des erschlossenen bzw. für den Tourismus zugänglichen Teils. Dort erwarteten uns die „Tres Marias“ – eine Gesteinsformation, die aussieht wie drei Mariastatuen. Wobei eine davon abgebrochen ist, weil vor geraumer Zeit jemand hochgeklettert ist, um ein besseres Selfie zu bekommen 😅 Auch die Natur ringsherum war sehr schön! Überall konnte man in den Steinen und auf dem Boden Salz und Quarz sehen. Ich habe gekostet – es ist wirklich Salz 😆

Tres Marias - die linke ist abgebrochen

Salz und nichts so weit das Auge reicht

Diese Weiten erinnern uns an Namibia 



Unser nächster Stopp war die Viktoriamine. Ein Gebiet, in dem sich, in einem Umkreis von 10 Kilometern, 8 Salzminen befinden/befanden. Bis in die 80er Jahre wurde hier auch noch Salz abgebaut, in dem man es herausgesprengt hat. Dann hat man allerdings festgestellt, dass es einfacher ist das Salz aus dem Meer zu gewinnen. Wir haben auch Überreste der Häuser gesehen, in denen die Familien der Minenarbeiter lebten. Eine Familie verbrachte immer einen Monat hier und wurde dann von einer anderen abgelöst. Die meisten der Arbeiter stammten aus der nahen Stadt San Pedro de Atacama.

Salzmine - am rechten Rand sieht man besonders viel Salz

Hütte der Arbeiter


kleine Aussicht über das Mondtal

Salzkristalle 


Als nächstes hielten wir an der „großen Düne“, einer sehr schönen Sanddüne. Hier liefen wir nach oben und hatten von dort einen sehr schönen Blick über das Mondtal. Oben angekommen hatten wir Zeit noch ein wenig weiter zu laufen und Fotos zu schießen. Anschließend ging es zurück zum Bus.








Wir stiegen alle ein und wollten losfahren, doch dann geschah es und der Bus wollte nicht anspringen! 😰 Der Fahrer versuchte es mehrmals mit überbrücken, aber das Problem lag scheinbar nicht bei der Batterie. Wir mussten ca. eine Stunde warten bis ein viel zu kleiner Bus uns holte und zum Parkeingang zurückbrachte. Dort durften wir in zwei Ersatzbusse der Agentur umsteigen und die Fahrer beeilten sich, dass wir wenigstens noch ein wenig den Berg hinauffahren konnten, um noch ansatzweise den Sonnenuntergang zu sehen.

Sonnenuntergang mit Blick auf die Anden


Leider haben wir dadurch einen Teil der Tour nicht machen können. Der Guide riet uns in den Agenturen einen Teil des Geldes zurückzuverlangen. Bei seiner Agentur war das scheinbar auch kein Problem. Wir gingen zu unserer, schilderten das Geschehene und bekamen als Antwort, dass sie ohne ihren Chef nix machen könnten und dass wir in einer halben Stunde noch einmal kommen sollten. Als wir wieder kamen war allerdings die einzig englischsprachige verschwunden und mein Spanisch reichte nicht aus, um den anderen, extra schnell sprechenden, Herren zu verstehen. Mit uns waren zwei Mädels dort, die leider auch kein spanisch konnten. Angeblich konnte er niemanden erreichen und wir sollten es morgen noch einmal probieren. Die anderen zwei reisten am nächsten Tag allerdings ab. Wir gingen also zurück zu der anderen Agentur und kamen mit einem Übersetzer im Gepäck zurück. Und siehe da…2 Min später war der Chef am Telefon und wir bekamen sogar 100% des Kaufpreises zurück 👍
Dann konnten wir endlich zurück ins Hostel und etwas futtern! Dank dem Theater kommen wir jetzt auch viel zu spät ins Bett und dass, obwohl wir morgen um 4:15 Uhr aufstehen müssen 😦