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Donnerstag, 22. März 2018

Die Iguazu-Wasserfälle - Brasilianische Seite

Heute Morgen packten wir unsere Sachen, frühstückten und checkten aus. Unser Gepäck ließen wir noch im Hostel und wir fuhren mit dem Bus zu den Wasserfällen.
Dort angekommen zahlten wir den Eintritt und wurden dann mit einem weiteren Bus zu den Wasserfällen gefahren.
Als wir ausgestiegen waren, wurden wir zunächst von einem Haufen kleiner frecher Nasenbären begrüßt, die die Besucher auf der Suche nach Futter anschnüffelten und auch versuchten in diversen Taschen nachzusehen. Leider gibt es immer wieder Menschen, die trotz der Verbotsschilder und dem Verstand wilde Tiere füttern. So verlieren sie vor allem jeglichen Respekt vor uns Menschen. 😏




Es gab einen 1,5 Km langen Weg, der diverse Plattformen mit Aussichten auf die Wassermassen hat.
Der Wasserfall bzw. die Wasserfälle (es gibt nämlich 20 größere und ca. 255 kleinere davon) sind der Wahnsinn! Egal von welcher Plattform man schaute, es war einfach überwältigend! Auf der ganzen Strecke sah man immer wieder neue Fälle, kein Wunder dehnen sie sich doch insgesamt auf 2,7 Km aus. 😳









Am Ende des Weges konnte man noch in den sog. "Teufelsschlund" gehen, dort führte ein Weg recht nah an die Fälle heran und wir wurden schön nass von der Gischt, die sich wie Rauchwolken ihren Weg in den Himmel bahnte.









Die brasilianische Seite dieser Wasserfälle hat uns schon umgehauen, jetzt soll die argentinische Seite noch schöner sein! Wir sind sehr gespannt, viel Luft nach oben ist nicht mehr. 😂

Im Anschluss an unseren Besuch an den Wasserfällen sahen wir uns noch den nebenan gelegenen Vogelpark an.
Auch hier führte ein schön angelegter Weg durch Regenwald. Einige Vögel hatten Gehege, wie wir es aus dem Zoo kennen, andere waren in einem sehr großen Gehege frei und wir durften dieses durchqueren, um dem Pfad weiter zu folgen. Sie sind also über unsere Köpfe hinweg geflogen 😊 Außerdem gab es noch ein Becken für Kaimane, in dem sich auch Schildkröten befanden, ein Schmetterlingsgehege und ein paar Schlangen.
Die Schmetterlingsvielfalt hier und auch an den Wasserfälle war eh der Wahnsinn! Außerdem waren sie sehr zutraulich und setzten sich auf uns. Robert und ich konnten sogar je einen von den Wasserfällen bis zum Vogelpark mitnehmen, dazwischen lagen wohlgemerkt mind. 20 Min. Busfahrt 😂








Am meisten begeistert hatten uns in dem Park auf jeden Fall die Tukane und die Aras! 😍 Das sind echt wunderschöne Vögel und beide waren in freien Gehegen.





















Nach unserem Besuch hier fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hostel und nahmen uns von dort ein Taxi, welches uns mit Sack und Pack nach Argentinien fuhr.
Nun heißt es für uns also Adiós Brasil y hola Argentina!
An der Grenze ging alles ganz fix und auch die Unterkunft haben wir recht schnell gefunden. Dort stellten wir fest, dass wir die perfekte Lage haben 😊 Supermarkt, Bank, Busbahnhof, alles innerhalb max. 10 Min Fußweg. 😊
Wir gingen noch schnell einkaufen, Geld holen und kauften uns das Busticket für unsere Weiterreise.

Wir sind reich 😂😂 250 € in Argentinischen Pesos


 Anschließend kochten wir uns etwas zu essen und jetzt schreiben wir noch Blog und gehen dann ins Bett.

Von Rio nach Foz do Iguaçu - 25 Std im Bus 😱

Gestern sind wir gemütlich aufgestanden, haben gefrühstückt und haben nochmal ein paar Kleinigkeiten für unsere Endlos fahrt eingekauft. 😊 Gegen Mittag haben wir uns dann per Uber zum Busbahnhof bringen lassen, haben dort unser Handyticket gegen ein richtiges Ticket getauscht und konnten kurze Zeit später auch schon zum Bus gehen.
Dort gaben wir unser Gepäck ab und bezogen unsere Plätze, auf denen wir nun die nächsten 25 Stunden verbringen sollten.
Die Sitze waren super bequem und sehr breit. Außerdem hatten wir super viel Beinfreiheit. Ein bisschen wie in der Business-Class im Flugzeug. Die Sitze ließen sich leider nicht, wie wir eigentlich hofften um 180° zurücklehnen, sonder lediglich bis zu 160°, dafür gab es noch eine Ablage für die Beine, so dass man lag wie in einem Liegestuhl.





Das Beste, um sich die Zeit zu vertreiben, war ein USB-Lader und WLAN 😊
Unser Bus startete pünktlich um 13:00 Uhr. Zunächst verbrachten wir die Zeit mit dem Schauen einer Serie, später mit Lesen und Zocken. Der Bus hielt sehr regelmäßig an Busbahnhöfen und Rastplätzen, so dass man sich die Beine vertreten, auf ein richtiges Klo gehen oder etwas zu Essen kaufen konnte (im Bus gab es nur Kräcker und Kekse als Snack). Wir hatten essenstechnisch allerdings vorgesorgt 😀 und auch dem Busklo muss man lassen, dass es sehr sauber war und das über die gesamte Strecke. Es wurde zwischendurch sogar geputzt.
Gegen halb eins legten wir uns schließlich schlafen und müssen sagen, dass das erstaunlich gut ging. Wir wachten zwar hin und wieder auf und mussten uns drehen, weil sämtliche Körperteile eingeschlafen waren, aber trotzdem konnten wir tief schlafen und waren heute früh, als wir aufwachten, munter und ausgeschlafen. Da stand uns dann zum Glück auch nicht mehr so viel Fahrzeit bevor.




Mit nur einer Stunde Verspätung kamen wir in Foz do Iguaçu an.
Vom Busbahnhof aus nahmen wir zwei Busse zu unserem Hostel (irgendwie hat Robert es tatsächlich geschafft sich zu verständigen - ich war voll raus 😓😂)
Das Hostel ist total witzig, es heißt "Tetris Container Hostel" und besteht tatsächlich aus wirr aneinander gereihten Containern, was sehr an Tetris erinnert. In den Zimmer merkt man jedoch nur noch an der Decke, dass man sich in einem Container befindet. Wir finden das Konzept echt cool 😊 Außerdem ist sogar Frühstück inklusive und es gibt wöchentliche Spezialangebote, diese Woche gibt es jeden Abend einen Caipi umsonst, da sagen wir doch nicht nein 😂
Wir gingen erstmal duschen und putzten uns dann heraus, heute war nämlich unser 9-Jähriges und da wollten wir auf jeden Fall essen gehen.






Nicht weit vom Hostel ist ein Café und dort haben wir lecker gegessen. Währenddessen hat es richtig stark angefangen zu regnen, die Straße hat sich regelrecht in einen Fluss verwandelt 🙈 aber als wir zurückgingen hatte es zum Glück aufgehört. Im Hostel holten wir uns dann noch unseren Caipi und dann ging es ins Bett 😊
Morgen sehen wir uns die Iguazu - Wasserfälle an, wir sind schon sehr gespannt!😊

Montag, 19. März 2018

Rio de Janeiro - Christo Redentor, Parque Lage, Lagao rodrigues de freitas

Heute Morgen starteten wir wieder sehr früh und fuhren als erstes zur Bahnstation für die Zahnradbahn, die uns auf den Corcovado bringen sollte. Wir wollten mit einer der ersten Bahnen nach oben, um mit nicht ganz so vielen Touristen zu konkurrieren.
Wir kauften also ein Ticket und mussten auch nicht lange warten bis sich die Zahnradbahn bewegte und sich durch den Nationalpark einen Weg nach oben bahnte. Schon von unterwegs hatte man wunderbare Ausblicke 😊
Oben angekommen mussten wir noch etwas mehr als 200 Stufen nach oben und dann konnten wir einen ersten Blick auf den Christo Redentor (dt. Christus der Erlöser) werfen. Es war gigantisch und wir hatten mal wieder so ein unglaubliches Gefühl "Wir sind echt in Rio!! Wahnsinn!"





Die Statue wurde anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit Brasiliens entworfen. Sie fasst insgesamt ca. 38 Meter, 8 Meter der Sockel, in dem sich eine kleine Kapelle befindet, und 30 Meter die Statue selbst. Die Spannweite der Arme beträgt 28 Meter. Zu seinen Füßen ist eine große Aussichtsplattform, von der aus man einen wunderschönen 360° Blick auf Rio de Janeiro hat. Wir hatten zunächst ein bisschen Pech mit dem Wetter und einige Wolken im Weg, aber mit ein bisschen Geduld verschwanden auch diese wieder 😊





Nach diesem Erlebnis fuhren wir zum Parque Lage. Hier spazierten wir durch die herrliche grüne Anlage und aßen etwas zu Mittag. Heute waren hier jede Menge Fotografen und Models unterwegs, speziell mit Babybauch 😊



Wir haben auch wieder süße, freche Affen gefunden 😍


Christus der Erlöser wacht über Rio



Anschließend fuhren wir mit Bus und U-Bahn zu einem Treffpunkt im Stadtteil Copacabana, um hier an einer Free Walking Tour durch diese Stadtteile zu machen.
Wir liefen durch das Viertel, am Strand entlang über Ipanema bis zur Lagune Rodrigues de Freitas. Nebenbei erfuhren wir mehr über die Geschichte dieser Stadtteile.

Entstanden sind sie, weil die Innenstadt von Rio keinen Platz mehr bot. Die Regierung baute einen Tunnel der die beiden Stadtteile verband und fing an gute Infrastruktur in Copacabana zu schaffen. Die Menschen waren damals jedoch nicht begeistert von der Idee so weit weg von ihrer Arbeit zu wohnen. Auch Strandbesuche waren damals noch nicht so angesagt. Heute sind es jedoch die beliebtesten Viertel Rios.

So sahen einst alle Häuser in Copacabana aus.

Copacabana - Strand

Graffiti zu Ehren des deutschen Fußballteams anlässlich der WM 2014.

Copacabana Fort - hier stand einst die Kirche zu Ehren der Göttin Copacabana


Es gibt eine Legende, die besagt, dass zwei Wale in der Bucht schwammen und deshalb zum ersten Mal viele Leute an den Strand kamen und dort grillten, feierten und Spaß hatten und es deswegen immer beliebter wurde die Freizeit am Strand zu verbringen.

Auch interessant war der Grund warum die Gegend überhaupt Copacabana heißt. Dies ist nämlich u.a. eine Stadt in Bolivien. Seefahrer gerieten damals auf ihrem Weg in einen heftigen Sturm und beteten zu der Göttin Copacabana, dass sie den Ort an dem sie sicher landeten nach ihr benennen würden und so kam es schließlich auch.

Ipanema ist aus quasi dem selben Grund entstanden, nur diesmal wurde es im Stadtteil Copacabana zu eng.




Der Hintergrund der Lagune war folgender: Eine Frau, die schon in den 30ern war, erbte ein riesiges Gebiet von ihren Eltern. Damals war es nicht angesehen in diesem Alter noch nicht verheiratet zu sein, doch sie fand niemanden. Bis der deutlich jüngere Rodrigues de Freitas kam und sie zur Frau nahm. Als sie schließlich verstarb und er alles geerbt hatte, gab er der Lagune seinen Namen. 😁




An dieser Lagune wollten wir eigentlich den Sonnenuntergang sehen, der versteckte sich allerdings hinter vielen Wolken 😟
Die Atmosphäre hier war trotzdem toll und wir gönnten uns in der angrenzenden Bar noch einen letzten Caipi 😊
Danach fuhren wir nach Hause und müssen jetzt hier unsere Sachen packen. Heute war unser letzer Tag in Rio und morgen werden wir dann 24 Stunden 😱 im Bus verbringen 😨 Wir sind mal gespannt 😅