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Sonntag, 8. Juli 2018

Von Lima nach San Clemente – unsere längste Fahrt im Bus!!!

Heute Morgen klingelte der Wecker um 5 Uhr. Wir gingen noch duschen, veröffentlichten noch schnell einen Blogbeitrag und ein Video und frühstückten dann die kleinsten Semmeln und die kleinsten Avocados, die wir je gesehen haben 😍


 Anschließend packten wir den letzten Rest zusammen und riefen uns ein Uber, welcher uns durch den verrückten Verkehr sicher zum Busbahnhof brachte.

Da wir eine Stunde vorher da sein sollten hatten wir hier noch ein wenig Zeit. Wir mussten sogar unser Gepäck abgeben und es wurde gewogen, wie am Flughafen :D als alle Gepäckstücke dort waren gingen sie mit einem Hund durch, welcher erschnüffeln sollte, ob einer von uns Drogen, insbesondere Kokain im Gepäck hat.

Anschließend checkten wir ein und es wurde unser ganzes Handgepäck kontrolliert. Da wir Natron (ähnlich Backpulver) als Deo benutzen und dieses auch im Rucksack hatten musste der Kontrolleur ganz schön schmunzeln 😅 er glaubte uns aber und fand auch sonst nichts auffälliges.

Auf unseren schönen breiten Sitzen warteten je ein Kissen und eine Decke. Außerdem hatten wir, wie im Flugzeug jeder einen eigenen Bildschirm mit Filmen, Musik und Spielen.




Es gab USB-Ladestationen und zum Teil funktionierendes WLAN.
Die Klos waren sauber, es gab Klopapier und Seife (ja sowas lernt man zu schätzen 😀) . So lässt es sich durchaus eine Weile fahren.

Ich stellte fest, dass es hinten noch freie Plätze gibt und krallte mir noch einen Zweiersitz, so können wir heute Nacht beide gut schlafen, weil wir viel Platz haben 😊

Zu Mittag bekamen wir ein vegetarisches 3-Gänge Menü (ja wir werden zum Vegetarier! – wir probieren zwar ab und zu noch lokale Spezialitäten, wie z.B. das Meerschweinchen, aber an für sich möchten wir kein Fleisch mehr essen.)



Danach hat Robert ein paar Filme geschaut und ich Blogeinträge geschrieben.
Robert verbrachte eigentlich die ganze Zeit mit Filmen. Ich nutze das Wifi, wenn es funktionierte, noch ein wenig für die Reiseplanung. Ansonsten hörte ich ein Hörbuch.
Irgendwann gab es dann noch das Abendessen. Wieder drei Gänge. Danach machten wir weiter wie vorher 😁 nur dass ich beizeiten eingeschlafen bin. Irgendwann um 1 Uhr schwankte ich zu Roberts Platz, um noch Zahnputzzeug zu holen und Zähne zu putzen. Er wollte auch bald schlafen 😅
Kaum, dass ich wieder lag schlief ich weiter. Eigentlich auch ganz gut. Ab und zu wacht man mal auf, weil irgendein Körperteil eingeschlafen ist, aber sonst 😀
Um 8 Uhr gab es dann Frühstück, ein Sandwich (also eigentlich trockenes Brötchen mit einer Scheibe Käse) und ein Stück Kuchen – der war lecker 😊
Ab 9 Uhr konnten wir zumindest einen Teil der 1. Halbzeit per Liveticker auf dem Handy verfolgen. Dann waren wir an der Grenze zu Ecuador. Hier hatten Robert und ich Glück, da wir so ziemlich die Ersten in der langen Schlange waren. Die Einreise verlief absolut problemlos. Wir hatten ja Angst, dass sie wegen unserer Drohne Probleme machen, weil man die scheinbar verzollen müsste, aber unser Gepäck blieb im Bus und niemand interessierte sich dafür.
Danach mussten wir allerdings gefühlte Ewigkeiten warten bis der Rest fertig war. Wir kauften noch ein bisschen Wasser und ein Eis und fragten einen Taxifahrer nach dem Spiel. 0-0 Deutschland – Südkorea; 2-0 Schweden – Mexiko…keine guten Nachrichten.
Nach ca. 1 – 1,5h hatten es endlich alle geschafft. Das Wifi im Bus reichte kurz, um uns zu sagen, dass Deutschland 2-0 verloren hatte…das war es dann mit der WM. Wir finden es gar nicht so schlimm, so müssen wir nicht immer überlegen wie wir schauen können und alleine in einem fremden Land schauen ist auch nicht so toll…da fehlt die Stimmung.
Wir fuhren nun noch ca. 4h bis Guayaquil (ich glaube Robert hat bald alle Filme durch 😂), dort kamen wir mit 3h Verspätung an. Wir gingen direkt nach innen und zum Schalter der Busgesellschaft, die uns an unseren Zielort bringen würde. Wir wollten ein Ticket für den nächsten Bus. Der wäre um 17 Uhr. Dann spricht uns ein Mann an und fragt uns, ob wir mit ihm fahren wollen. Ich schaute nur perplex. Er sagte, dass er Busfahrer ist und um 15 Uhr fahren würde (es war 15:12 Uhr). Ich wollte es nicht ganz kapieren, weil es mir nicht einleuchten wollte, dass um 15:12 Uhr der Busfahrer für den 15 Uhr- Bus noch gemütlich neben mir steht und quatscht. Aber wir sind ja in Südamerika 😂 Robert ergriff die Initiative und machte uns den Bus klar. Wir mussten also nur noch schnell zum Bus laufen und trafen dort mit dem Fahrer ein 😉
Von hier fuhren wir noch einmal 4h. An der Haltestelle wurden wir schon von Vero und ihrem Papa erwartet.
Wir fuhren zu unserem Hostel und gingen erst einmal duschen, dann holten uns Vero und ihr Mann ab und wir fuhren in den Nachbarort, um Geld zu holen und etwas einzukaufen. Im Anschluss verbrachten wir einen schönen Abend bei Bier und Pizza mit der ganzen Familie 😊

Lima – Das Gerenne nach einem Busticket

Unser Morgen startete mit einem sehr leckeren Frühstück.
Unsere Pläne sahen wie folgt aus:
  •         Eine Freetour durch Lima machen
  •         Ein Busticket nach Ecuador, am besten bis an den Zielort finden
  •         Für das Abendessen einkaufen
  •         Handykarte aufladen (wir sitzen im Bus wenn Deutschland spielt, also brauchen wir Internet 😁)

Wir beschlossen beim Frühstück die letzte Freetour des Tages zu nehmen, da wir gerne vor allem den Punkt mit den Tickets als erstes erledigt haben wollten.
Wir ließen uns einen Tipp von Chiara (unsere Gastgeberin) geben und machten uns auf den Weg. Unterwegs fanden wir ein Büro einer Busgesellschaft und fragten dort einmal nach. Sie hatten zwar Tickets nach Ecuador, aber nicht bis zu unserem Zielort. Sie gab uns aber einen Tipp wo wir schauen konnten, der Bus dorthin fährt auch fast vor der Tür weg.

Wir nahmen also den Bus und fuhren dort hin. Das klappte alles wunderbar und wir kamen zu einem großen Busbahnhof, inkl. Einkaufsmall. Hier konnten wir auch gleich das Handy aufladen, was uns allerdings nicht viel bringen wird, weil wir die Karte in Ecuador gar nicht nutzen können. So etwas wie Roaming gibt es nicht. Wir werden aber sicher schon auf der ecuadorianischen Seite sein, wenn Deutschland spielt… Wir luden trotzdem einen kleinen Betrag auf, für den Fall eines Falles.

Dann gingen wir im Bahnhof an den Infoschalter und fragten nach den Busagenturen, die nach Ecuador fahren. Diese klapperten wir alle ab, aber alle fahren nur die großen Städte Guayaquil und Quito an.

Wir nahmen also von hier den Metrobus und fuhren zu dem Ort, den Chiara uns genannt hatte. Uns war zumindest klar, dass wir nur bis Guayaquil kommen werden und wir dann dort das nächste Ticket buchen müssen. Wir fragten uns weiter durch.
Einige fuhren gar nicht nach Ecuador, andere zu spät. Letzten Endes fanden wir die Gesellschaft „Cruz del Sur“, von welcher wir auch schon viel Gutes gehört hatten. Die Zeit und der Preis stimmten hier auch, also buchten wir.

Als wir das endlich erledigt hatten war es allerdings zu spät für die Freetour. Wir beschlossen auf eigene Faust durch das Zentrum zu laufen. Wir fuhren also mit dem Metrobus zurück (nachdem wir jemanden gefunden hatten, der so freundlich war uns unser Geld zu wechseln.) An unserer Haltestelle fanden wir auch gleich einen Supermarkt, in welchem wir etwas für heute Abend und Snacks für die lange Fahrt kauften.
Anschließend liefen wir durch das Zentrum oder besser gesagt über den Plaza San Martin zurück zur Unterkunft. Von Lima haben wir jetzt nicht wirklich was gesehen, aber so schlimm finden wir das nicht, da uns die Stadt eh zu laut und der Verkehr zu verrückt war. (Man muss bei grün Angst haben überfahren zu werden – und jeder ist non-stopp am hupen 😑)











In der Unterkunft kochten wir etwas und unterhielten uns noch stundenlang mit Chiara und ihren Eltern! Das war ein viel schönerer Abschluss von Peru, als ihn uns Lima je hätte bieten können!!
So eine herzliche Familie! Sollten wir je wieder nach Lima kommen, werden wir genau hier übernachten 😊 Wir hoffen sehr, dass Chiara uns irgendwann einmal im München besuchen kommt 😊

Von Paracas nach Lima + Paracas Reserve Tour

Heute standen wir wieder gemütlich auf, frühstückten und packten dann unsere Sachen zusammen. Da wir allerdings erst um 12 Uhr auschecken mussten nutzten wir die Zeit noch im Zimmer.

Dann gingen wir wieder etwas essbares suchen, da wir schon wieder Hunger hatten 🙈 nein wir sind nicht den ganzen Tag am Essen 😅
Wir fanden ein recht modernes Restaurant mit sehr guten Bewertungen. Wir gingen dort hin und waren schon vom Ambiente begeistert. Wir bestellten einen Soya und einen Linsenburger und dazu jeder einen Erdbeermilchshake (Robert mit Mandel und ich mit Kokosmilch).




Wir erwarteten eigentlich nicht so viel nach der Essenspleite von gestern und waren erstaunt über die riesigen Burger und die super großen Shakes, die wir bekamen! Und lecker war das 😍 sogar die Pommes waren richtig knusprig (das haben wir in ganz Südamerika noch nicht gefunden).
Fruzion heißt der gute Laden und wir können ihn nur jedem empfehlen, der in Paracas Halt macht.

Wir gingen zurück zum Hotel und machten uns auf dem Weg in das Reservat von Paracas, welches zu 30% aus Wüste und 70% aus Ozean besteht. Hier machten wir mehrere Stopps mit wunderschönen Ausblicken auf die raue Küste!
Einmal hier:  Der Stein wurde früher als Kathedrale bezeichnet, stürzte aber 2007 bei einem schweren Erdbeben ein und wird heute als Gorilla bezeichnet, na wer sieht ihn? 😉










Hier hatten wir einen Blick über die Küste und über die Wüste.






Und hier hielten wir am roten Strand, der Sand hat also eine leichte Rotfärbung. Aber uns gefielen auch die Klippen im Hintergrund besonders gut 😍




Das war es schon von der kurzen Tour. Danach sollten wir uns alle noch etwas zu essen für die Fahrt suchen. Unser Guide empfahl uns den Laden, in dem wir mittags waren. Dieser hatte allerdings gerade Siesta (zum Glück für unseren Geldbeutel 😅) so kauften wir im Supermarkt nur ein bisschen Obst, welches auch reichen sollte, weil wir diesmal auf jeden Fall noch satt waren 😉



Dann fuhren wir mit einem kleinen Bus ca. eine dreiviertel Stunde bis zu einer Hacienda. Diese war früher ganz bekannt und reich weil sie jede Menge Zucker produzierte und verkaufte, welcher früher auch als das weiße Gold bezeichnet wurde.
Die Hacienda ist heute ein Hotel, welches wirklich sehr schick hergerichtet ist und auch viele alte Schränke, andere Möbel, Geschirr etc. ausgestellt hatte.









Hier erfuhren wir etwas über die Geschichte Hacienda und vor allem über die Sklaverei. Für diese baute man nämlich extra unterirdische Tunnel, welche die einzelnen Haciendas miteinander und mit dem Meer verbanden, so dass nachts Sklaven geschmuggelt werden konnten. Wir liefen sogar ein kurzes Stück dieser stockdunklen Tunnel, mit spärlichen Taschenlampen bewaffnet.
Wir standen in super engen Räumen, in denen die Sklaven zur Strafe für Stunden, Tage, Wochen ohne Tageslicht und Frischluft eingepfercht wurden.  Die Vorstellung war grauenhaft. Selbst ich musste gebückt durch die Tunnel laufen und die Mädels vor mir schafften es sogar fast sich zu verlaufen, weil sie den Anschluss verloren hatten 😑
Wir waren auf jeden Fall froh als wir wieder oben waren!
Nichtsdestotrotz ist die Sklaverei auch hier in Peru ausschlaggebend für Musikstile, Kunststile und vieles andere, welche bis heute stark vertreten sind.

Zurück im Bus bekamen wir auch eine Hörprobe. Nach einer weiteren halben Stunde trafen wir auf einer Raststätte auf unseren großen Bus und durften umsteigen. Von hier fuhren wir noch einige Stunden bis Lima.

In Lima wurden wir wieder einmal in irgendeinem Hostel rausgelassen und konnten dann selbst sehen wie wir nun zu unserer Air BnB kommen würden. Schöner Drop off Service 😟Wir nahmen ein Uber und wurden von unserer netten Gastgeberin schon am Tor empfangen. Sie zeigte uns alles und ließ uns dann „in Ruhe“ 😊 wir gehen jetzt auch nur noch schlafen, es ist nämlich schon Mitternacht durch!

Paracas und Deutschlandspiel


Heute konnten wir nicht ganz so lang schlafen, da das Frühstück nicht so lange ging.
Als wir aufstanden stellten wir erfreulicherweise fest, dass alle anderen ausgezogen waren und wir das Zimmer erstmal für uns hatten 😁
Wir frühstückten, wuschen dann ein paar Kleidungsstücke, so dass wir bis Ecuador hinkommen und suchten dann nach unserem Guide damit wir das mit der Tour klären konnten. Wir verpassten sie zweimal, aber als wir sie trafen, sagte sie uns zu, dass wir die Tour auch morgen machen könnten.

Sehr gut, wir gingen also Mittagessen und konnten dort praktischerweise auch das Spiel sehen. Das Essen war zwar nicht so berauschend und das Bier wohl das teuerste unserer ganzen Reise, aber egal 😂


 Das Spiel war ja sowas von spannend 😨 nach der ersten Halbzeit sank der Mut und wir fürchteten schon, dass die WM für uns vorbei ist, aber danach zeigte unsere Mannschaft den Schweden, dass wir nicht so leicht zu haben sind und so fiel schnell der Ausgleich. Dann mussten wir allerdings bis zur wirklich allerletzten Minute zittern, bis die Jungs endlich das langersehnte Tor zum, für uns vollkommen verdienten, Sieg fiel.

Mit immer noch zittrigen Knien verließen wir das Restaurant und gingen zum Strand. Hier liefen wir erst ein wenig am Meer entlang. Unter einem nahe gelegenen Steg entdeckten wir einen Pelikan 😍
Auf der anderen Seite des Stegs saßen sogar noch viel mehr! Sie waren so nah! Ein Mann lockte einige mit Fisch für ein Foto…ich hab natürlich zu spät geschalten und abgedrückt – natürlich wollte er da Geld für. Die dummen Touris aber auch  😐












Wir liefen wieder zurück zum Anfang und setzten uns in den Sand und genossen die Aussicht und sahen den Einheimischen beim Fußballspielen zu, bis es uns zu kalt wurde. Dann gingen wir noch ein wenig Brot und Avocado für das Abendessen einkaufen und jetzt sitzen wir noch ein wenig draußen und spielen Karten.

Von Huacachina nach Paracas

Heute konnten wir wieder ausschlafen und dann lecker frühstücken.
Dann nutzten wir den Tag, um uns mal wieder ein wenig der Reiseplanung zu widmen. Zumindest wenn das Internet gerade einmal mitgemacht hat 😆

Zwischendurch gingen wir eine Runde im Ort, bzw. um die Lagune spazieren und gönnten uns noch einmal eine Pizza im Restaurant, die wir sogar in den Aufenthaltsraum des Hostels geliefert bekamen 😊







Um 17:30 Uhr machten wir uns schließlich auf und gingen zum Treffpunkt.
Diesmal erwartete uns eine ca. 1,5 stündige Fahrt. Der Bus war auch nicht so grandios, dass wir unbedingt länger hätten damit fahren müssen.

In Paracas hatten wir das Glück, dass der Treffpunkt unser Hotel ist 😊 So haben wir es nie weit.

Eigentlich ist Paracas dafür bekannt, dass man hier einen Ausflug auf die „Islas Ballestas“ – „Die Galapagosinseln für Arme“ machen kann. Da wir allerdings die echten Galapagosinseln sehen werden, machen wir diesen Ausflug nicht, aber wir wollten trotzdem ans Meer 😊

Wir saßen jetzt abends noch ein wenig draußen mit Blick auf den Pool und aßen den Rest unserer Pizza und spielten ein wenig.
Morgen wäre noch eine kostenlose Tour, die wir hoffentlich verschieben können, wir wollen ja schließlich Deutschland spielen sehen 😅