Donnerstag, 1. Februar 2018

Cape Cross Seal Reserve und Swakopmund

Heute sind wir wieder früh aufgestanden. Wir bauten unser Zelt ab und frühstückten. Wir werden immer schneller, heute haben wir von geplanten 1,5 Stunden gerade mal die Hälfte der Zeit gebraucht. Anschließend sind wir noch an der Rezeption vorbei gefahren und haben dort die Duschen genutzt und unseren Wassertank wieder aufgefüllt. Dann ging es los, direkt Richtung Küste. 😊

Unser erster Stopp war das Cape Cross Seal Reserve. Dort gibt es eine riesige Seelöwen-Kolonie. Wir fuhren zum Eingang, bezahlten unseren Eintritt und durften dann noch die letzten Kilometer bis zu den Tieren fahren. Wir hatten zuvor schon gehört, dass es dort ziemlich stinken soll, aber auf das was wir vorfanden waren wir nicht gefasst. Ein Geruch (besser gesagt Gestank), von Urin, Kot, und Verwesung stieg uns in die Nase. Robert würgte es erstmal, aber wir fanden einen Weg so zu atmen, dass wir nicht mit jedem Zug alles rochen. Interessant war es allemal. Viele hunderte Robben, darunter wieder viele Junge, krochen dort am Strand entlang, standen sogar an den Wegen und tollten im Wasser. Sie machten richtig Krach mit ihren Rufen. Traurig war nur, dass unter ihnen auch viele Tote Tiere lagen. Es gab einen Beobachtungs-Steg, der mit einem Gatter versehen ist, selbst hier lagen die Leichen. Wahrscheinlich haben manche Besucher das Gatter offen gelassen und die Robben sind so hinein aber nicht mehr heraus gekommen. Manch tote Robbe hat uns noch richtig angeschaut, das war echt umheimlich.







Die Tische und Stühle auf dem letzten Bild waren wohl auch mal für die Besucher gedacht (als ob bei dem Geruch jemand gerne länger verweilen wollte), aber auch den haben die Robben für sich eingenommen.
Wir ließen die Drohne noch einmal das Gebiet überfliegen, um zu sehen wie groß die Kolonie wirklich ist. Dann verzogen wir uns schnell ins Auto und fuhren weiter. Als wir ein Stück weg waren machten wir alle Fenster auf, um den Geruch aus Kleidung und Haaren zu bekommen. Zum Glück mit Erfolg. In der Nase werden wir ihn wohl noch alle Weile haben 😳

Anschließend ging es für uns nach Swakopmund, eine schöne Küstenstadt, in der wir die Nacht verbringen werden. Wir checkten an einem Campingplatz nahe des Meeres ein, stellten unser Auto ab und machten uns dann zu Fuß auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Als erstes gingen wir natürlich ans Wasser. 😊







Als wir weiter gingen, kamen wir an einem hübschen, kleinen Leuchtturm vorbei. Leider konnte man ihn nicht besteigen. 😔


Danach liefen wir eine Runde durch die Stadt. Es ist wirklich liebevoll und gemütlich hier. Allerdings auch sehr Deutsch. Wir fanden überall deutsche Straßennamen oder Hotel-Namen oder andere kleine Betriebe deutschen Ursprungs.






Danach ging es zurück zur Unterkunft. Heute haben wir beim Einkaufen frisches Brot entdeckt und mitgenommen. Es schmeckt auch richtig gut. Wir haben es direkt nach der Kasse getestet. 😅 Das gab es jetzt jedenfalls zu Abend und jetzt werden wir uns ins Zelt verziehen und bei Meeres rauschen einschlafen. Es ist nämlich echt kalt draußen. Zum Glück geht es morgen wieder ins Landesinnere und damit ins Warme 😊 In den nächsten zwei Tagen werden wir uns auf den Weg in die Wüste machen. Ich fürchte, dass es da mit dem Internet wieder nicht so berauschend sein wird. 

Entspannter Tag an der Spitzkoppe

Heute starteten wir ganz entspannt ohne Wecker in den Tag. Wir wurden aber trotzdem schon um 8 Uhr wach. Um halb 9 krabbelten wir dann aus dem Zelt und frühstückten erstmal in aller Ruhe. Anschließend starteten wir die Drohne und flogen einmal über das Gebiet der Spitzkoppe.
Die Spitzkoppe ist einer der höchsten Berge Namibias. Zumindest ist er wohl der bekannteste und meist fotografierte. Wegen seiner markanten Form wird er auch "das Matterhorn Namibias" genannt.



Nach unserer Flugstunde überspielten wir die Videos auf den Laptop und schauten sie uns an.😊Danach packten wir wieder unsere Spielesammlung aus und spielten bis ca. 15 Uhr.






 Am Nachmittag wollten wir nämlich einmal zu "The Bridge" laufen. Das ist ein Fenster im Berg und eines der bekanntesten Fotomotive hier. Wir packten also alle Sachen ins Auto und das wichtigste in einen Rucksack und machten uns auf den Weg. Dort angekommen genossen wir die wunderschöne Aussicht und machten viele Fotos 😊














Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder zurück und kochten uns etwas zu essen.  Unser kleiner Vogel ist immer noch da. Wir haben schon die Autospiegel eingeklappt, damit er nicht die ganze Zeit davor sitzt, jetzt sitzt er am Fenster und sieht sich darin. 😌
Wir schrieben noch einen Einkaufszettel für Morgen und genossen den Abend noch ein bisschen. Es bot sich uns wieder ein wunderschöner Sonnenuntergang und ein grandioser Sternenhimmel.







Jetzt gehen wir früh ins Bett, weil es Morgen wieder bei Zeiten losgeht. Morgen fahren wir an die Küste :) Endlich Meer! Dafür soll es wirklich kalt werden. 🙈

Vom Madisa Camp zur Spitzkoppe

Heute sind wir wieder früh aufgestanden, haben gefrühstückt und unsere Sachen gepackt. Danach sind wir in die letzten Kilometer Richtung Spitzkoppe gestartet. Wir fuhren wieder über Achterbahn- Strecken mit wunderschöner Landschaft. 😊







Gegen 11 Uhr kamen wir bereits an unserem Ziel an. Wir checkten ein und durften uns einen der vielen Stellplätze aussuchen. Wir wählten einen mit Blick auf die Spitzkoppe und Nähe zum Pool.
Hier sind wir wieder mal total abgeschottet von der Außenwelt. Duschen gibt es nur an der Rezeption, als Klos gibt es neben den einzelnen Stellplätzen Plumpsklos mit einer Wand aus Bambusstäben😅
 Wir blieben noch eine Weile in unserem kühlen Auto sitzen, denn draußen war es echt heiß. Es kam ein kleiner Kolibri-ähnlicher Vogel angeflogen, der sich immer wieder an den Rand unsere Seitenspiegel setzte und sein Spiegelbild anzwitscherte. Wir glauben ja er dachte es wäre ein Weibchen und er versuchte vergeblich zu balzen. Außerdem konnten wir die ersten Rock-Dassies beobachten 😍 Die kleinen süßen Tierchen sehen ein bisschen aus wie große Meerschweinchen.







Als wir uns endlich motivieren konnten, bauten wir unser Zelt auf, stellten Tisch und Stühle raus in den Schatten und kochten uns eine Kleinigkeit zu Mittag. Danach haben wir unsere magnetische Spielesammlung ausgepackt und losgelegt :) Zwei Stunden später machte sich das Mittagstief breit und wir beschlossen uns eine halbe Stunde hinzulegen und dann an den Pool zu gehen. Gesagt getan. Nach einer halben Stunde, die wir eher im Zelt zerflossen als wirklich zu dösen, standen wir auf, packten Badesachen, Kamera und Wasser ein und zogen los. Der Pool soll sich in den Bergen befinden und eine schöne Aussicht haben. Als wir oben ankamen sahen wir zwar so etwas wie ein Poolbecken, von Wasser war jedoch weit und breit keine Spur. Nachdem wir also schon nicht baden konnten beschlossen wir den Berg wenigstens noch weiter hoch zu klettern. Ganz oben war es zwar richtig windig, aber wir hatten einen wunderschönen Ausblick.




Als wir wieder unten ankamen waren wir leider nicht mehr allein. Neben uns stand ein Touri-Bus mit Jugendlichen…toll hätten die sich nicht einen der 15 anderen Stellplätze aussuchen können? 😒
Wir verkrochen uns wieder in den Schatten, packten unsere Spielesammlung wieder aus und versuchten uns unter anderen an Schach. Ich fand das Spiel allerdings nicht sonderlich spannend, also holten wir den Laptop und wollten versuchen ein Video zu schneiden. Dabei stellten wir fest, dass das Programm nur Filme einer Action-Kamera öffnen konnte, also wurde daraus nichts. Stattdessen machten wir uns etwas zu essen 😆
Während dem Essen wurde es im Schatten durch den Wind schon ganz schön frisch. Ich musste mir sogar eine Jacke überziehen.
Wir schauten uns noch den Sonnenuntergang an, der wieder wunderschön war.







 Als es dunkel wurde verzogen wir uns mit dem Laptop ins Zelt. Dort erstellten wir noch eine Exel-Tabelle für unsere Ausgaben, schrieben den Blog und werden jetzt wohl schlafen gehen. Morgen sind wir nochmal den ganzen Tag hier und werden erst Übermorgen weiterreisen.

Von Opuwo zum Madisa Camp und Petrified Forrest

Heute haben wir doch tatsächlich um eine halbe Stunde verschlafen. Eigentlich hatte ich den Wecker auf Schlummern gestellt und wollte noch 5 Minuten dösen, irgendwann empfand ich die 5 Minuten aber als sehr lang und schaute auf die Uhr. Wir standen um 06:30 Uhr auf, frühstückten und packten alle Sachen, dann machten wir noch einen kurzen Stopp an der Rezeption, um das WLAN zu nutzen und den Blog hochzuladen. Danach ging es auf die Piste. 😊
Wir fuhren heute Richtung Süden. Unser Ziel war der Petrified Forest und anschließend das Madisa Camp in dessen Nähe.
Wir fuhren über Straßen, die einer Achterbahn glichen, andauernd ging es bergauf und bergab. Dafür war das Panorama einfach traumhaft.😍
Die Landschaft wechselte von relativ grün und hügelig zu trocken und flach, dann zu roter Erde und Bergen und schließlich zu Sand. Hinter jedem Hügel sah alles anders aus und ich hätte Non-Stop Fotos schießen können.













Zwischendurch hielten wir das ein oder andere Mal an, um unsere Drohne fliegen zu lassen. Bisher waren wir ja immer in Gebieten, in denen man nicht durfte oder es hat geregnet oder war zu windig. Heute passte jedoch alles, also durfte sie auch mal ran.





Nach sehr langer Fahrzeit kamen wir dann um 16 Uhr endlich am Petrified Forrest an. Hier kann man Bäume bewundern, die zu Stein geworden waren. Diese Bäume wuchsen noch zu Zeiten des einen Kontinentes "Gondwanas" in Zentralafrika. Durch die Eiszeit starben sie ab und durch die anschließende Schmelze spülte sie in den Süden Afrikas. Dort wurden sie von Gesteinen vom Sauerstoff abgeschlossen und so bahnten sich Mineralien ihren Weg in das Holz. Viele Jahrtausende später kamen sie durch Erosionen wieder an die Oberfläche. Was man heute sehen kann sieht zwar aus wie Holz, ist aber eigentlich Stein. Bei vielen kann man sogar die Jahresringe erkennen und die Stellen an denen die Äste abgingen. Der längste Baum, der dort gefunden wurde, ist 35 Meter lang und das ist nur der Teil der über der Erde liegt. Weiter ausgraben dürfen die Mitarbeiter leider nicht. Unser Guide erzählte uns, dass man die Ringe zwar nicht genau zählen kann, weil immer wieder Teile fehlen, aber dass man den ältesten Baum auf ca. 300 Lebensjahre schätzt.








Sie erzählte uns auch noch etwas zu zwei Pflanzen. Die eine heißt Welwitschie und ist die Nationalpflanze Namibias. Es gibt eine weibliche und eine männliche Form davon, die immer in der Nähe zueinander wachsen. Diese Pflanzen haben unglaublich tiefe Wurzeln, um an das Grundwasser zu gelangen. Dadurch können sie sehr alt werden. Eigentlich haben sie nur zwei Blättern, wenn sie beginnen zu wachsen. Eines rechts und eines links, durch den Wind brechen diese jedoch und werden zu vielen kleinen.

Das ist die weibliche Variante.

Das ist die männliche Variante.


Dann gibt es noch die Euphorbia damarana. Sie ist sowohl für Mensch als auch für Tier sehr giftig. Früher haben die Menschen, das Gift der Pflanze genommen und es an ihre Pfeile geschmiert. So haben sie die Tiere getötet. Sie mussten die Einstichstelle dann jedoch schnell großzügig ausschneiden, damit das Fleisch nicht verdarb.



Nach dieser schönen Führung fuhren wir noch eine Stunde weiter bis zu unserem Camp. Dort sind wir wirklich mitten im nirgendwo :) Wir duschen unter freiem Himmel und es gibt zwar ein bisschen Strom aus einem Generator, aber kein Netz, kein Internet, kein nichts. Aber der nette Herr an der Rezeption sprach deutsch :D Wir aßen, bauten unser Zelt auf, schnappten unsere Fotoausrüstung, kauften uns ein Bier und kletterten einen kleinen Berg hoch, um uns von dort den Sonnenuntergang anzusehen. Es war wirklich ein Traum von einem afrikanischen Sonnenuntergang.








Jetzt krabbeln wir ins Bett und morgen geht es dann zur Spitzkoppe. 😊